Einmal Gold und dreimal Bronze

TSG-Nachwuchsfechter Vincent Rhiemeier sicherte sich beim 25. internationalen Reutlinger Achalmturnier gegen die Konkurrenz aus Baden-Württemberg und Bayern seine erste Goldmedaille. In Korb erzielten Backnangs Senioren bei der württembergischen Meisterschaft drei dritte Plätze.

Starke Premiere der Nachwuchsfechter

 

Bei ihrem ersten Fechtturnier stürmten die Nachwuchsfechter der TSG Backnang, Vincent Rhiemeier und Malte Dreyer, direkt auf Platz zwei und drei.

Der Neckar-Schönbuch Cup in Pliezhausen bot den beiden Schülern in der der jüngsten Startergruppe (U10) eine gute Plattform sich zu präsentieren. Betreut durch ihren Trainer, Valentin Pora, starteten die Backnanger Talente in die Vorrunden des 10-Mann starken Starterfeldes.

In den Vorrunden erkämpften sich Rhiemaier und Dreyer mit je zwei Siegen und zwei Niederlagen die Qualifikation für die Finalrunde der besten Acht. Hier focht Rhiemeier mutig und sehr erfolgreich: Er gewann sechs der sieben Gefechte. Lediglich dem späteren Sieger Istvan Schuller aus Heidenheim musste sich Rhiemeier mit knappen vier zu fünf Treffern geschlagen geben. Der Großaspacher sicherte sich damit die Silbermedaille. Malte Dreyer setzte sich bei vier aus sieben Gefechten als Sieger durch und holte damit Rang drei.

Auf der aktuellen württembergischen Rangliste, positionierten sich die beiden TSG Sportler somit ebenfalls die Plätze zwei und drei.

Neuer alter württembergischer Meister

Michael Flegler feiert vor heimischem Publikum den württembergischen Meistertitel. Der 44-jährige lies am Samstag die jüngere Konkurrenz trotz Sportverletzung hinter sich.

Voraussichtlich waren dies die letzten württembergischen Aktivenmeisterschaften im Degen jemals. Der württembergische Fechterbund plant bereits ab nächster Saison einen Zusammenschluss mit den Verbänden Baden-Nord und -Süd zu einem ganzheitlichen Baden-Württembergischen Fechterbund. Als letzter württembergischer Meister würde dann der Backnanger Michael Flegler stehen.

Unter 37 Teilnehmern starteten Flegler und Karim Robitschek für die TSG. Bereits in der Setzrunde zeigte der Routinee mit fünf aus fünf Siegen sein Stärke. Jedoch wurde aufgrund eines zu spät bemerkten digitalen Übertragungsfehlers nur vier der fünf Siege gewertet. Zugleich bereitete ihm seine Wade seit Beginn des ersten Gefechtes schmerzen. Später wurde ein Muskelfaßerriss am Ansatz der Achilessehne diagnostiziert.

44. Backnanger Stafettenturnier

Mannschaftskämpfe der besonderen Art gab es im ungezwungenen Rahmen des 44. Backnanger Stafettenturniers in der Sporthalle Katharinenplaisir zu sehen. Hier fochten Herren und Damen, von der Jugend bis hin zum Seniorenalter gemeinsam.

Jede Mannschaft stellte pro Gefecht drei Fechter und davon mindestens eine Frau. Das Backnanger Team um Rainer Mögle, Thorsten Wöhrle, Jana Gerisch und Hannah Piesch erfüllte diese „Frauenquote“ ohnehin.

Das Quartett startete hoch motiviert und mit drei Siegen auch erfolgreich in das Turnier. Darauf hin folgten zwei äußerst knappe Niederlagen mit jeweils 14:15 Treffern gegen den VFL Kirchheim sowie die Startgemeinschaft TuS Stuttgart/TSF Ditzingen. Die Mannschaftsmoral hielt dem und den darauf folgenden Niederlagen stand. Am Ende landeten die Musketiere aus Backnang auf dem mittleren fünften Platz.

Der Sieg ging an die stark besetzte Mannschaft des SV Böblingen. Ihnen verhalf nicht zuletzt ein erfolgreicher Rollstuhlfechter zum Sieg. Was gemeinhin als Handicap bezeichnet wird, war vielmehr ein Vorteil. Viele Fechter konnten den schnellen Armbewegungen des Rollstuhlfechters nichts entgegensetzen. Dies war zusammen mit der familiären Atmosphäre laut den Teilnehmern eine sehr wertvolle Erfahrung. Zahlreiche Teams kündigten bereits nach der Siegerehrung erneut ihre Teilnahme im kommenden Jahr an.